70. Jubiläum der MN in Belgien – Reisebericht

Im Juli feierte der Belgische Méthode Naturelle Verband seinen 70. Geburtstag mit einer großen Party. Zu diesem internationalen Event mit über 100 Teilnehmern wurde neben unseren Gleichgesinnten aus Alicante (Spanien), Nantes (Frankreich) und Köln auch unsere Münchner Gruppe eingeladen. 

 

Auf uns warteten freundliche Gastfamilien und ein unvergessliches Wochenende voller Training und Spaß! 

Am ersten Tag haben sich die Veranstalter für uns ein spannendes Rettungsspiel im Wald ausgedacht. In kleinen Gruppen mussten wir viel laufen, klettern und tragen um ‚Verletzte‘ zu retten und Punkte zu verdienen. 


Nach dem Mittagessen ging es weiter mit einem Orientierungslauf in der schönen Naturlandschaft um die Stadt Esneux. Da zum Hébertisme, dem nach seinem Erfinder Georges Hébert genannten Lebensstil, neben Méthode Naturelle auch Künste, Gesang, Handwerk, Ernährung und weitere Komponenten gehören, mussten wir an verschiedenen Stationen felsklettern, einander Pantomimen vorzeigen, Bogenschießen, und unser Wissen über den Hébertisme und seine Geschichte unter Beweis stellen. 

Am zweiten Tag sind wir alle zum Sportzentrum nach Visé gefahren, welches über ein Stadion voller Hindernisse und Geräte verfügt. Dort haben wir auch viele Teilnehmer aus anderen Zentren getroffen. Der offizielle Teil des Programms ging los mit der Eröffnungsrede des Präsidenten, einem Buffet und einem Chorkonzert, bei dem auch der Präsident mitgesungen hat!

Der Nachmittag verbrachten wir mit Wettbewerben ganz im Sinne von Méthode Naturelle.

Beim Parcours Chronométrés, oder Hindernislauf auf Zeit, war das Ziel, mit sich selbst zu wetteifern, und sich selbst Ziele über den Anforderungen seiner Stufe zu setzen. Dieser Lauf ging über mehrere Stadionrunden und über 20 Hindernisse, und beinhaltete alle neun Disziplinen der Méthode Naturelle: Gehen, Laufen, Klettern, Springen, Tragen, Werfen, Selbstverteidigung, Balancieren, und die Fortbewegung auf allen Vieren. Die Hindernisse, Entfernungen und Gewichte waren nach Alter und Geschlecht mit Farben kodiert, sodass alle Altersstufen von 6 bis 60+ auf ihre Kosten kamen. Wir waren richtig beeindruckt über die Standards in Weit- und Hochsprung!

Und selbst die ältesten Teilnehmer haben bei dem Hindernislauf nach ihren Möglichkeiten mitgemacht, denn dabei zu sein war wichtiger als die Leistung!

Als zweiter Wettbewerb wartete auf uns das Ball-Barr Turnier. Es ist ein speziell entwickeltes Ball-Teamspiel, bei dem es darum geht den Ball ins Netz zu bekommen und dabei auch einen Parcours zu absolvieren. Da die Teams aus allen Nationalitäten und Altersklassen willkürlich zusammengewürfelt waren, verlangte das Turnier viel Kooperation und Hilfsbereitschaft ab.  

Wie jedes Mal nach unseren Belgienreisen, kehrten wir, von der Herzlichkeit unserer Gastgeber zutiefst gerührt und von der unglaublichen körperlichen Fitness der Seniorenathleten aufs Neue beeindruckt, heim. In der Hoffnung, dass wir noch ein paar Dutzend Jahre vor uns haben um so fit zu werden wir unsere Vorbilder, trainieren wir, zurück in München, fleißig weiter. 

Wir bedanken uns bei allen Organisatoren und Teilnehmern für diese einmalige und unvergessliche Erfahrung! 

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